KG Königsdorfer Weißpfennige 1982 e.V.

Karnevalsgesellschaft Königsdorfer
Weißpfennige 1982 e.V.
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Weißpfennig (Albus) von 1421

In den Jahren 1420 bis 1422 ließ der Kölner Erzbischof Dietrich II. von Moers (1414-1463) wegen Überlastung seiner Münzstätten in Deutz, Riehl und Bonn auch in Königsdorf, vermutlich in der kurfürstlichen Burg, Münzen prägen.
       Die Vorderseite zeigt den Patron des Kölner Erzstiftes, den heiligen Petrus, mit Kreuz und Schlüssel. Er wird von einem gotischen Architekturrahmen umfangen, der wohl als verkürzte Darstellung des Kölner Domes zu deuten ist.

Die Legende Lautet:
       THEOD (ER) IC (US) + ARC (HIE) PI (SCOPUS) + COL (ONIENSIS) = Dietrich, Erzbischof von Köln

Die Rückseite trägt einen Viererpass den gevierten Schild mit Kreuz des Erzstiftes und dem Querbalken der Grafen von Moers, umgeben von den Schilden der Mitglieder des rheinischen Münzvereins. Es sind dies die Kurfürstentümer Mainz – Rad (oben), Trier – Kreuz (links), Pfalz-Bayern – Wecken (rechts) und das Herzogtum Jülich – Löwe (unten).

Die Umschrift nennt den Münzort:
       MON (ETA) + NOV (A) + KONI (N) XD (ORP) – Neue Münze, Königsdorf

In der Königsdorfer Münze wurden neben Weißpfennigen auch Gulden geprägt.
Die Kölner Erzbischöfe haben das Münzrecht, das nur dem König vorbehalten war, von Otto I. (963-973) verliehen bekommen. Dieses Recht behielten sie bis zur französischen Revolution. Zunächst wurde nur in Köln in der Nähe der Kirche St. Maria im Kapitol geprägt. Nach der Schlacht bei Worringen im Jahre 1288, die die Vertreibung der Erzbischöfe zur Folge hatte, verlegten die Erzbischöfe ihre Münzstätten nach Deutz, Riehl und später nach Bonn.
Dietrich II., Graf von Moers, wurde am 24.04.1414 vom Kölner Domkapitel zum Erzbischof von Köln gewählt. Er krönte 1414 den Luxemburger Sigismund, Sohn Karls IV. in Aachen zum deutschen König. Seit 1420 nahm er an mehreren Feldzügen gegen die Anhänger des Jan Hus teil. Sein Versuch, dem Kölner Erzbistum eine Vormachtstellung am Niederrhein zu sichern, führte zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Herzögen von Kleve. Sie fanden in der so genannten Soester Fehde (1444 – 1449) ihren Höhepunkt und endeten mit der Niederlage des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs. Dietrich II. starb am 14.02.1463 in Zons. Er wurde hinter dem Hochaltar zwischen den Pfeilern des inneren Umgangs beigesetzt.
Letzte Aktualisierung 30.11.2018
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